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Schmucke Symmetrie

Wie nimmt man Schmuck an Personen wahr? Welche Wirkung erzeugt er?

Astrid Fialka-Herics, Leiterin der Abteilung Uhren und Juwelen im Dorotheum Wien, im Gespräch mit Helmut Leder über das Thema Schönheit & Schmuck.

Artikel "Schmucke Symmetrie", Dorotheum myArt Magazine Nr. 09, S.48-50.

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Anziehungsgefahr

"Sehen wir etwas Schönes, müssen wir unbewusst ein klein wenig lächeln." - Helmut Leder im Rahmen eines Artikels über Schönheit als Verkaufsargument und Sehnsuchtsort:

Anziehungsgefahr. Stefan Sagmeister setzt sich an die Spitze einer Bewegung für mehr Schönheit: Verkaufsargument und Sehnsuchtsort, Schaufenster Die Presse  Nr.33, vom 7.10.2016, S.40-42.

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Schöne Gesichter ziehen Blicke auf sich

Der Artikel thematisiert Erkenntnisse aus Augenbewegungsmessungen des Teams um Helmut Leder hinsichtlich eines evolutionär bedingten Vorteils von Schönheit.

"Schöne Gesichter ziehen die Blicke auf sich", Salzburger Nachrichten vom 28.8.2016, S.16.

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Ziel ist es, Stimmung zu erzeugen

Trauer, Entsetzen oder einfach nichts – was empfinden Sie beim Betrachten des Gemäldes "Die Batterie der Toten" aus dem Heeresgeschichtlichen Museum? PsychologInnen um Prof. Helmut Leder (Psychologie der Ästhetik) gehen seit längerem der Frage nach, welche Emotionen Kunst in uns auslösen kann und wieso.

Das uni:view-Magazin widmet diesem Thema einen Beitrag.

(Foto: Universität Wien)

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Zehn Fragen an: Psychologe Helmut Leder

Warum finden wir Kunst schön? Der Psychologe Helmut Leder hat einen guten Draht zur Kunst. Wäre er nicht Psychologe geworden, wäre er wahrscheinlich Künstler. Das, und warum er gern mit Ernst Gombrich sprechen würde, erzählt er im Interview mit uni:view, veröffentlicht am 11.1.2016.

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Rund ist schön

Casa Batlló in Barcelona (Foto: Simone Lütgert/Pixelio)
Picture: private

Wie nehmen wir Innenarchitektur wahr? Die Psychologen Helmut Leder und Marcos Nadal von der Universität Wien haben zusammen mit einem internationalen Team untersucht, wie uns die Innenarchitektur beeinflusst: Runde Räume finden wir schöner und ihre Betrachtung verursacht positive Hirnaktivitäten.

AmerikanerInnen verbringen fast 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossen Räumen, Europa nähert sich diesem Wert an. Aber wie muss ein Raum gestaltet sein, damit wir uns darin wohl fühlen? "Wir stellten uns die Frage, ob die ästhetischen Prinzipien, die bestimmen, wen, welche Dinge oder Kunstwerke wir ästhetisch ansprechend finden, auch bei der Beurteilung von Architektur eine Rolle spielen oder ob hier andere, eher nützliche Kriterien im Vordergrund stehen. Und natürlich interessiert uns, ob und wie das in der direkten Hirnaktivität ablesbar ist", erklärt Helmut Leder, Vorstand des Instituts für Psychologische Grundlagenforschung und Forschungsmethoden der Universität Wien.

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Helmut Leder: "Was schön ist, ist auch gut"

Image: (c) APA

Der Psychologe Helmut Leder erforscht an der Universität Wien, warum etwas als ästhetisch empfunden wird und welche Rolle Kunst in unserer Gesellschaft spielt.

Ihr Spezialgebiet ist die Erforschung von ästhetischer Wahrnehmung – was genau ist darunter zu verstehen?

Helmut Leder: Wir verfügen über einen rationalen Sinn für die nützlichen Dinge und über einen Gegenspieler, der auf die Empfindungen zielt, auf das emotionale Erfassen. Das Ästhetische ist darin ein ganz wesentlicher Teil. Es ist eine Ausstattung, die uns erlaubt, schnell zu erkennen, was wohltuend ist. Kurz gesagt: Das, was schön ist, ist vermutlich auch gut. Dafür spricht zum Beispiel, dass uns oft gefällt, was uns vertraut ist; denn was uns vertraut ist, schadet vermutlich nicht.

Vertrautheit ist also eine zentrale Voraussetzung für das Empfinden von Schönheit?

Ich möchte es etwas anders formulieren: Vertrautheit ist eine der Hauptzutaten. Das ist ganz plausibel, wenn man die Entwicklung des Menschen bedenkt. Die Welt, wie wir sie kennen, so urban, so artifiziell, ist ja aus Sicht der Evolution gesehen noch sehr jung. Die Welt, in der wir uns lange Zeit entwickelt haben, war eine, in der das Neue oft mit Gefahren einherging. Und tief in uns geht ein Wohltun auf, wenn wir mit Vertrautem und Bekanntem konfrontiert sind – und das auch suchen.

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Empfinden für Schönheit bleibt trotz Alzheimer erhalten

Alzheimererkrankungen beeinträchtigen das Gedächtnis dramatisch: Die Kontinuität im Erleben wird beeinträchtigt. PsychologInnen um Helmut Leder von der Universität Wien haben nun aber gezeigt, dass der ästhetische Sinn, also unser Gefallen für schöne Kunst oder Gesichter, auch bei fortgeschrittener Alzheimer-Erkrankung stabil bleibt.

Die Forschungsergebnisse, die in Kooperation mit Dan Graham von den "Hobart and William Smith Colleges" (USA) entstanden sind, erscheinen aktuell im Fachmagazin "Frontiers in Psychology".

Alzheimer ist eine Erkrankung des Gedächtnisses, die sich auf eine Vielzahl kognitiver Fähigkeiten dramatisch auswirkt: Massive Einschränkungen des Gedächtnisses, Verlust von Erinnerungen, aber auch negative Einflüsse auf komplexe Wahrnehmungen. Bis 2050 ist mit 115 Millionen an Alzheimer-Erkrankten weltweit zu rechnen. Angesichts dieser erschreckenden Zahl ist es wichtig, die Krankheit besser zu verstehen, um die Diagnose, besonders aber die Therapie zu optimieren.

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